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| Bericht vom 17.05.2009 |
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Technik zum Anfassen – Erfahrung überzeugt
„Am meisten begeistert, dass hier Technik nicht nur ausgestellt sondern auch gleich vorgeführt wird“, erklärte Landesbeauftragter
Manfred Metzger zur Technikschau des THW auf dem Chemnitzer Neumarkt.
Den vielen interessierten Besuchern präsentierten die Tauchgruppen aus Chemnitz, Neu-Ulm und Landshut ihre Arbeit im 17 Liter Tauchcontainer.
Groß und Klein waren begeistert von den historischen THW-Fahrzeugen vom IFA L60 bis hin zum Wartburg, der derzeit eigentlich seinen Lebensabend
im Automobilbaumuseum Eisenach verbringt. Die Helfer aus Freiberg demonstrierten die Rettung eines Verschütteten aus einem extra errichteten Trümmerkegel.
Stets im Mittelpunkt des Geschehens stand dabei Jens Kaden, Zugführer im Ortsverband Freiberg. Geduldig beantwortete er die zahllosen Fragen
der Zuschauer. Mit dem „Tag des THW“ verbindet Kaden vor allem das zwanzigjährige Jubiläum des THW in den östlichen Bundesländern:
„Ich denke wir müssen uns nicht verstecken. Wir verfügen über eine sehr gute technische Ausrüstung. Das sollte man an so einem Tag durchaus mal präsentieren.“
Seit sieben Jahren ist der ehrenamtliche Helfer und hauptberufliche Polizei-Kriminalbeamte bereits beim THW. Das der 45-jährige Familienvater
von vier Kindern trotz seines anstrengenden Berufes auch noch ehrenamtlich aktiv sein, kann verdankt er dabei seiner Frau: „Sie hat sehr viel
Verständnis, sonst würde ich das nicht machen können. Es ist natürlich auch hilfreich, dass mein jüngster Sohn sehr am THW interessiert ist.
Zwar ist er zum Mitmachen noch zu klein, aber immerhin hat er schon sein eigenes THW-Hemd.“, schmunzelte Kaden.
Mario Bellmann, Ausbildungsbeauftragter aus Freiberg und dieses Mal in der Funktion des Moderators, freute sich über das Interesse der Besucher:
„Sehr oft kommen Fragen nach der Funktion der Technik, ab und zu ist jedoch auch unser Fachwissen gefragt.“
Die Helfer des OV Borna informierten über die Einsatz-möglichkeiten des Zugtrupps. Mit nach Chemnitz brachten sie unter anderem ihren MTW und
den GKW der ersten Bergungsgruppe.
Renate und Rolf Ittner reisten am Sonnabend extra an, um die Technikschau zu besuchen. Gleich als erstes statteten sie dem Abrollbehälter
Rettungsmittel der Chemnitzer Feuerwehr einen Besuch ab und ließen ihren Blutdruck überprüfen. Nicht nur der Informationsstand sondern auch
die LED-Wand zeigten Familie Ittner und den anderen Gästen die Arbeit des THW.
Zur großen THW-Technikschau kam auch Familie Martin aus Auerbach im Erzgebirge angereist: „Wir haben davon aus der Zeitung erfahren und sind
extra wegen unseren Kindern gekommen. Hauptsächlich, weil sich unser Sohn dafür interessiert.“, so Mutter Verena Martin. Ihr sechsjähriger Sohn
Louis kletterte gerade freudestrahlend hinter das Steuer eines THW-Fahrzeugs, während Julia (4) ihren Bruder lieber vom Boden aus verfolgte.
Vater Silvio hatte die Zeit bereits genutzt und sich über die mögliche Mitwirkung seines Sohnes in einer THW-Jugendgruppe informiert.
Landesbeauftragter Manfred Metzger resümierte nach einem Probesitzen im ehemaligen THW-Wartburg über die Vorführungen: „Man spürt, welche
Erfahrung von den Helfern mitgebracht wird.“
Auch THW-Präsident Albrecht Broemme ließ es sich nicht nehmen, den Helfern im Außenbereich persönlich zu danken. Dabei zog er am zweiten
„Tag des THW“ mit einem leichten Augenzwinkern ein durchweg positives Fazit: „Allein die Zusammenarbeit und diese unendliche Vielfalt
an Kreativität, an Ideen, an Erfindungsreichtum, was manchmal kaum zu verkraften ist, ist gleichzeitig auch die Stärke im THW.“
Text: Ö-Team THW-Landesverband Sachsen und Thüringen
Fotos zum Bericht:

Jens Kaden, Zugführer des THW-Ortsverbandes Freiberg, im Zugtruppfahrzeug

Louis Martin lässt sich das Cockpit eines Mehrzweckkraftwagens erklären

THW-Präsident Albrecht Broemme bedankt sich bei ehrenamtlichen Helfern
Fotos: THW / Für Großansicht bitte anklicken
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