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| Bericht vom 26.04.2011 |
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„Wir sind bereit zum Einsatz“
Diese Worte gab Projektleiter Michael Vollweiler den anwesenden Mitgliedern des High Capacity Pumping-Moduls am vergangenen Samstag (16.04.) im Ortsverband Altenburg mit auf den Weg.
Damit zeigte er den ehrenamtlich Engagierten höchstes Vertrauen in Bezug auf ihre Tätigkeit im EU-Modul. Wobei er auch verdeutlichte, dass beim ersten Einsatz der Experteneinheit 2010 in
Polen nicht alles optimal lief. Deshalb beschäftigten sich die anwesenden 10 Helferinnen und Helfer im Rückblick auf dieses Hochwasser vor allem mit dem Aufbaustand des Moduls und mit
den Aufgaben eines jeden Helfers im Falle der Alarmierung.
Aktuell umfasst diese Spezialeinheit 31 Helferinnen und Helfer, wobei für eine optimale Einsatzbereitschaft eine 4- bis 5-fache Besetzung des Moduls wünschenswert wäre. Für diesen Idealfall
benötigte man zirka 70 bis 80 HelferInnen. In den nächsten Wochen finden jedoch mit weiteren 15 Interessierten Aufnahmegespräche statt, sodass der Personalpool weiter wachsen dürfte.
„Am wichtigsten ist Zusammenarbeit“
Um diesen zentralen Fakt zu erfüllen, setzt Vollweiler in Abstimmung mit der Arbeitsgruppe, die aus ehren- und hauptamtlichen THW-Mitgliedern besteht, in den kommenden Monaten verstärkt auf
eine persönliche und fachliche Ausbildung der Modulangehörigen. Hierbei legt man den Schwerpunkt vor allem auf einen Mix aus Lehrgängen der Bundesschule, E-Learning-Module und gemeinsamen
Vorortschulungen im HCP-Modul. Drehpunkt für die aktive Bildung eines Zusammengehörigkeitsgefühl im Team wird eine Wochenendausbildung im August sein, die sich nicht ausschließlich mit einer
fachspezifischen Ausbildung beschäftigen, sondern auch teambildende Maßnahmen umfassen wird.
Bei einem vorgesehenen Dauerbetrieb des Moduls von 24 Stunden am Tag ist es von zentraler Bedeutung, dass die HelferInnen umfassend auf das Einsatzgeschehen vorbereitet sind. Diesen Ausbildungstand
hat das Modul zum aktuellen Zeitpunkt jedoch noch nicht bei allen Angehörigen erreicht. Dies lässt sich auch damit begründen, dass nicht alle Mitglieder unmittelbar aus Ortsverbänden mit einer
Fachgruppe Wasserschaden / Pumpen kommen.
Vertrauen und einen klaren Kopf im Einsatzfall
Nichts ist für ein Team hinderlicher, als mangelnde Organisation. Aus diesem Grund widmete man sich an diesem Samstag der Einsatzvorbereitung. Hierbei kam es beim Hochwasser 2010 in Polen
auch zu den größten Unsicherheiten. Deshalb erörterten die Mitglieder gemeinsam mögliche Einsatzszenarien und begaben sich in einen regen Erfahrungsaustausch, welche Materialien der
einzelne Helfer für einen Auslandseinsatz mit einer Dauer von 14 bis 21 Tage persönlich benötigt. Darüber hinaus erläuterte Michael Vollweiler auch, welches Vorgehen von den Mitgliedern
im Einsatzfall zu beachten ist und wie die Arbeitsabläufe in den ersten Stunden nach der Alarmierung aussehen werden. Darüber hinaus stellte er auch die einzelnen Funktionen der
Teammitglieder nochmals vor, damit vor Ort das gegenseitige Vertrauen in die Arbeit des anderen gewahrt ist und keine Missverständnisse in der Arbeitsteilung aufkommen.
Denn immerhin besteht ein HCP-Modul aus zirka 13 Helfern, die sich wie folgt auf die Funktionen verteilen:
- 3 Mechanical Experts (einer je Pumpe)
- 6 Pumping Experts (zwei je Pumpe)
- 1 Electrical Expert
- 1 Logistics Expert
- 1 Chief of Operation
- 1 Team Leader
Über diese organisatorische Schulungsmaßnahme hinaus informierten auch Kameraden aus dem Ortsverband Eilenburg über die fünf mobilen Hochwasserpegel des Landesverbandes Sachsen,
Thüringen, welche auch zum Gerätepool des HCP-Moduls gehören. Umfassende Informationen hierzu findet man unter www.thw-pegel.de
„Nur die Optimisten gewinnen!“
Zu dieser Schulungsmaßnahme informierte sich auch der Helfersprecher für Sachsen, Gerald Hiemer, über den Aufbaustand des HCP-Moduls und interessierte sich insbesondere für Probleme,
die sich aus Sicht der HelferInnen ergeben haben. Dabei verdeutlichte er, dass er als Landessprecher hinter dem HCP-Modul steht und sich in den unterschiedlichen THW-Gremien auch für
die positive Weiterentwicklung der Experteneinheit einsetzen werde. Ihm liegen die Sicherheit der HelferInnen im Auslandseinsatz und der Gesundheitsschutz besonders am Herzen.
Die Mitglieder könnten auf ihn zählen.
Für die Erfüllung der gesetzten Ziele im Team müssen alle Beteiligten in den kommenden Jahren ihre Arbeit im EU-Modul mit ausreichend Optimismus und Tatendrang unterlegen.
Projektleiter Michael Vollweiler appellierte abschließend nochmals an alle Anwesenden, sich nicht von jedem kleinen Stein aus der Bahn werfen zu lassen. Bei den EU-Modulen handelt
es sich um einen komplett neuen Weg der Europäischen Union im gemeinsamen Bevölkerungsschutz. Momentan befinde man sich in einem ständigen Prozess der Weiterentwicklung und
Einbindung der nationalen Befindlichkeiten.
Bei Hochwasser und Überflutungen kommt es auch international auf schnelle Hilfe an. Das THW stellt hierfür im Rahmen des EU-Gemeinschaftsverfahrens acht High Capacity Pumping Modules
(HCP) zur Verfügung. Zur Ausrüstung eines HCP-Moduls gehören Hochleistungspumpen mit einer Leistung von bis zu 15.000 Litern pro Minute. Die HCP-Module sind zwölf Stunden nach
Alarmierung einsatzbereit, können auch in schwierigem Gelände arbeiten und sind autark einsetzbar, können sich also selbst versorgen. Weiterhin sind die Module EU-weit kompatibel
und damit in internationalen Teams weltweit einsatzfähig.
Michael Schulze, Team Öffentlichkeitsarbeit des Landesverbandes Sachsen, Thüringen
Fotos zum Bericht:
Fotos: THW / Für Großansicht bitte anklicken
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