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Bericht vom 05.02.2009
Bundespolizei und Bundesanstalt Technisches Hilfswerk unterzeichneten Vereinbarung zur intensiveren Zusammenarbeit

Die Präsidenten der Bundespolizeidirektionen Berlin sowie Pirna, Klaus Kandt und Wieland Mozdzynski und der Landesbeauftragte der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk für Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt sowie Sachsen, Thüringen unterzeichneten am 29. Januar in Berlin eine Vereinbarung zur Intensivierung der Zusammenarbeit und gegenseitigen Hilfeleistung.

Die Vereinbarung ist Ergebnis der langjährigen Kooperation von Bundespolizei und THW und soll diese noch intensiver gestalten. Insbesondere bei der Bewältigung von besonderen Einsatzlagen und mit ergänzenden Hilfeleistungen sowie bei der Aus- und Fortbildung der eigenen Kräfte wollen sich die Partner noch stärker gegenseitig unterstützen. Durch dieses engere Zusammenwirken der zum Geschäftsbereich des Bundesinnenministeriums gehörenden Organisationen soll deren Verzahnung bei Einsätzen weiter gefestigt werden.

„Dass sie die Herausforderungen von Einsätzen und Großveranstaltungen gemeinsam hervorragend meistern können, haben Einsatzkräfte von Bundespolizei und THW mehrfach bewiesen.“, betonte THW-Landesbeauftragter Manfred Metzger während der Veranstaltung zur Unterzeichnung der Vereinbarung. Beispiele für diese bereits seit vielen Jahren gelebten engen Kooperation beider Organisationen sind THW-Einsätze auf Anforderung der Bundespolizei zur Stromversorgung für das Medienzentrum und den Führungsstabsraum während der Feierstunde zur Öffnung eines Grenzüberganges an der deutsch-polnischen Grenze in Zittau, der Einsatz des mobilen Antennenmastes vom Weitverkehrstrupp während der Fußball-WM 2006 in Halle (S.) zur Video-Übertragung aus dem Leipziger Fußballstadion und der Einsatz der Fachgruppen Beleuchtung zum Ausleuchten von Kontrollstellen im Rahmen von Fahndungsmaßnahmen. Seit 2006 führen Bundespolizei und THW gemeinsame Ausbildungsmaßnahmen durch, um das Zusammenwirken im Einsatzfall weiter zu verbessern.

Präsident Klaus Kandt führte hierzu ergänzend aus, dass die erfolgreiche Lagebewältigung im Einsatzfall bereits im Vorfeld ein intensives Training sowie präzise Abstimmung erfordert. Alle Beteiligten sind sich daher bewusst, dass zielgerichtete Übungen und kalendermäßige Vorbereitung eine unerlässliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewältigung von Einsatzgeschehen sind. Im Rahmen einer gemeinsamen Aus- und Fortbildung stellen sich die Partner dieser Vereinbarung daher Ausbildungspersonal und –orte, aber auch Übungskräfte kostenfrei zur Verfügung.

Die Vereinbarung regelt das Zusammenwirken unter anderem im Fall von Naturkatastrophen, Nuklear-Transporten, Bahnbetriebsunfällen oder umfangreichen Kontrollmaßnahmen. Bundespolizei und THW werden basierend auf der Vereinbarung gemeinsame Aus- und Fortbildungen durchführen, die Nutzung von Führungs- und Einsatzmitteln miteinander verzahnen und überregional zukünftig noch stärker konzeptionell zusammenarbeiten.


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