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| Übungsbericht vom 28.03.2011 |
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Neues Personal für bewährte Technik
So könnte man das vergangene Wochenende in wenigen Worten zusammenfassen. Von Freitag bis Sonntag wurde ein weiterer Schritt zum Ausbau des Expertenpools
für das High-Capacity-Pumping-Modul (HCP) des Landesverbandes Sachsen, Thüringen gegangen.
Das technische Herzstück dieser spezialisierten Auslandseinheit stellen die Hochleistungspumpen der Fachgruppen Wasserschaden/Pumpen dar. Eine effektive Hilfeleistung
im Einsatzfall ist bei diesen Maschinen jedoch nur gegeben, wenn der bedienende Helfer über Leistungsgrenzen und typische Fehlerquellen der einzelnen Pumpentypen
genauestens informiert ist. Aus diesem Grund haben sich in Bad Schlema 15 Helfer und drei Ausbilder der Bundesschule Hoya zu einem Lehrgang
„Maschinisten Schmutzwasserpumpen“ getroffen.
Getreu dem Motto „Probieren geht über Studieren“ suchte man ausgedehnte Theorieblöcke in diesem Lehrgang vergebens. Lediglich einige grundlegende Fakten zur
Funktionsweise der THW-Pumpen wurden am Freitagabend im Schulungsraum vermittelt. Alle folgenden Ausbildungsinhalte durften durch die Lehrgangsteilnehmer bei Wind
und Wetter direkt an den Schmutzwasserpumpen umgesetzt bzw. ausprobiert werden. Hierfür standen die Börger- (OV Borna), die Hannibal- (OV Aue) und Dia-Pumpe
(OV Rathenow) zur Verfügung. Dabei wurden bestimmte Maschinenbereiche in zahlreiche Einzelteile zerlegt, um den Aufbau genauestens nachvollziehen zu können und so
im Einsatzfall auch ohne Hilfe von externen Spezialisten kleinere Probleme erkennen und schnell beheben zu können.
Aber nicht nur die technischen Komponenten standen auf dem Stundenplan. In verschiedenen Szenarien wurden die Leistungsgrenzen der Hochleistungspumpen ausgetestet.
So wurde u.a. am Beispiel der Dia-Pumpe, die eine Saugleistung von 15.000 Liter/Minute erreichen kann, eine Bergaufförderung simuliert. Diese Ausbildung im Bereich
der Leistungsfähigkeit der Pumpen gipfelte am Lehrgangsende in einer Streckenförderung mittels aller drei Pumpen. Dabei war die Kommunikation zwischen den einzelnen
Maschinisten besonders wichtig, um so die Reihenschaltung möglichst effektiv zu gestalten.
Mit der Umsetzung dieses Lehrgangs ist es dem Landesverband Sachsen, Thüringen nun möglich, auf einen größeren Pool an Maschinisten zurückzugreifen. Damit ist das
HCP-Modul in Zukunft noch leistungsfähiger aufgestellt. Die Lehrgangsteilnehmer stammten dabei aus den Ortsverbänden Aue, Bautzen, Borna, Chemnitz, Eilenburg,
Rudolstadt/Saalfeld, Wolfen-Bitterfeld und Zwickau und engagieren sich aktuell direkt im HCP-Modul oder in den örtlichen Fachgruppen Wasserschaden/Pumpen.
Der Landesverband Sachsen, Thüringen baut seit Dezember 2009 eine spezialisierte Auslandseinheit unter dem Begriff „High-Capacity-Pumping-Modul“ auf und entwickelt
dieses durch gezielte Schulungsmaßnahmen ständig fort. Bereits Mitte April findet die nächste Ausbildung für die Modulangehörigen statt.
Text: Michael Schulze – Team Öffentlichkeitsarbeit des THW-Landesverbandes Sachsen, Thüringen
Fotos zum Bericht:

Armin Marschinke (BuS Hoya) erklärt den Lehrgangsteilnehmern den äußeren Aufbau der Dia-Pumpe

Daniel Horstmann (BuS Hoya) erklärt, was die Maschinisten bei der Überprüfung des Keilriemens beachten müssen

Erste eigene Pumpversuche

Nicht nur Passanten und Presse interessierten sich für das „THW-Spektakel“, auch die Bermsgrüner Feuerwehr informierte sich über die Spezialpumpen

Ein wichtiges Vitamin an diesem Wochenende: Teamarbeit

Durch Zwischenbecken oder Tandemschaltung kann Wasser auch über lange Strecken transportiert werden

Die Tandemschaltung bedurfte einer hohen Aufmerksamkeit aller Beteiligten
Fotos: THW / Für Großansicht bitte anklicken
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