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| Einsatzbericht vom 17.12.2009 |
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Forellenzucht Tharandt in Gefahr
Umbauarbeiten der Talsperre Klingenberg gefährdeten das Leben hunderter Fische der Forellenzucht im Tharandter Wald von Peter Voss.
Der THW-Ortsverband Dippoldiswalde war rund um die Uhr im Einsatz, um das Schlimmste zu verhindern.
Was war passiert?
In der Nacht zum 9. Dezember wurde die Familie Voss, Inhaber der Forellenzucht Tharandt, unsanft aus dem Schlaf gerissen.
Die Anlage, die aller zwei Stunden die Wasserwerte der Fischbecken überwacht, meldete eine dramatische Verschlechte-rung der Messergebnisse.
Bedingt durch die Bauarbeiten an der Talsperre Klingenberg lieferte das verschlampte Wasser nicht ausreichend Sauerstoff um das Überleben der
Fische sicherzustellen.
Um ein Massensterben der kostbaren Fische, welchen einen Wert von ca. 60.000,00 Euro besitzen, zu vermeiden, nahm am Mittwochmittag die
Landes-Talsperren-Verwaltung Kontakt mit dem Ortsbeauftragten Holger Garthof auf. Nach kurzer Absprache und Klärung des Sachstandes erfolgte
um 13.22 Uhr die Alarmierung sämtlicher Helfer des THW-Ortsverbandes Dippoldiswalde.
Kurz darauf rollte das erste Einsatzfahrzeug mit den Helfern Richtung Tharandt vom Hof. An der Einsatzstelle angekommen, begannen die Helfer
umgehend sich in drei Gruppen aufzuteilen. Gruppe eins errichtete einen Staudamm, um einen kleinen Bergbach, welcher einer Quelle im
Tharandter Wald entspringt und direkt hinter der Fischzucht in die Weißeritz mündet, anzustauen. Das sich so sammelnde Wasser wurde mit
Hilfe einer Pumpe über Schläuche, welche von der zweiten Gruppe verlegt wurden, von der Wasserentnahmestelle bis hin zu den Fischbecken
transportiert. Die dritte Gruppe sicherte inzwischen die an der Fischzucht vorbeiführende Straße durch Warnschilder und Warnkegel ab und
errichtete Lichtmasten zur Ausleuchtung der Einsatzstelle. Durch das zusätzlich eingebrachte sauerstoffreiche Wasser sollten die Fische
nun wieder ausreichend Luft zum Atmen bekommen.
Währenddessen arbeitete in Dippoldiswalde der THW-Stab daran, einen Schichtbetrieb zu organisieren. Schließlich musste die Arbeit der
Pumpe ständig überprüft und der für die Stromerzeugung notwendige Generator immer mit ausreichend Treibstoff versorgt werden.
In Zusammenarbeit mit den Arbeitgebern der THW-Helfer ist es dem Stab gelungen, einen zwölfstündigen Schichtbetrieb mit jeweils mindestens
zwei Helfern sicherzustellen.
Nachdem die am Freitag erfolgte Spülung der im Umbau befindlichen Talsperre Klingenberg nicht die erhoffte Verbesserung der Wasserqualität
mit sich brachte, wurde der Einsatz des Ortsverbandes Dippoldiswalde verlängert. Die Lösung des Problems bestand darin, das Wasser aus der
Vorsperre über einen alten Stollen um die eigentliche Talsperre herum zuleiten und davor wieder in die wilde Weißeritz einströmen zu lassen.
Durch diese Maßnahme hatte sich die Wasserqualität so weit verbessert, so dass die Forellenzucht wieder mit ausreichend Frischwasser aus
der Weißeritz versorgt werden konnte. Der Einsatz war am 16. Dezember um 15.00 Uhr beendet.
Der THW-Ortsverband Dippoldiswalde bedankt sich an dieser Stelle recht herzlich bei allen Arbeitgebern der THW-Helfer. Ohne ihre Hilfe
wäre es nicht möglich gewesen, diese ehrenamtliche Tätigkeit ausüben zu können. Vielen Dank!
Text: Michael Hahne, BÖH OV Dippoldiswalde
Fotos zum Bericht:

Forellenzucht Tharandt

Kontrolle Wasserzufuhr

NEA-Kontrolle

Wasserentnahmestelle
Fotos: Michael Hahne / Für Großansicht bitte anklicken
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