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| Bericht vom 03.06.2009 |
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Schulung „Hilfe für Helfer“
Alle THW-Länderverbände verfügen über ein Einsatznachsorgeteam (ENT), welches besonders geschult wird. Am Wochenende vom 24.April führte das
ENT-Team Bayern dazu drei Tage eine Schulung in Neuhausen durch.
An dieser nahm Gudrun Seifert vom ENT-Team 8 (LV Sachsen, Thüringen), vom THW-Ortsverband Plauen teil. Sie berichtet dazu:
„Eine außergewöhnliche Belastung wird von jedem anders empfunden. Hilfskräfte sind mehr als andere Menschen mit belastenden
Ereignissen konfrontiert. Stress und Aufregung gehören zu Einsätzen dazu. Zur Verarbeitung werden zusätzliche Kräfteressourcen
mobilisiert. Es ist normal nach belastenden Einsätzen nicht „abschalten“ zu können, Alpträume zu haben, bestimmte Bilder,
Geräusche oder Gerüche noch wahrzunehmen, obwohl sie gar nicht mehr gegenwärtig sind.
Die meisten Helfer haben ein gut funktionierendes eigenes Verarbeitungssystem entwickelt. Bei ca. 2-5% kann es nach belastenden
Einsätzen zu Reaktionen kommen, die aus eigener Kraft nicht mehr bewältigt werden können. Gerade dann ist die Unterstützung durch
Kameraden oder Kollegen unerlässlich. Es besteht die Möglichkeit, Hilfe aus den eigenen Reihen in Anspruch zu nehmen. Entlastend
kann z. B. ein Gespräch mit einem speziell in psychosozialer Unterstützung ausgebildetem Ansprechpartner im THW (Peer) oder mit
einer psychosozialen Fachkraft sein. Entscheidend ist allerdings, wie jeder selbst mit erlebten Belastungen umgeht.“
Text: Gudrun Seifert, stv. OB, OV Plauen
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